Elektronische Rechnungen
in der öffentlichen Verwaltung
Grundlagen - Nutzen - Beschaffung

Am 26.05.2014 die Richtlinie über die elektronische Rechnungstellung bei öffentlichen Aufträgen (RL 2014/55/EU) in Kraft getreten. Für die nationale Umsetzung in Deutschland hat das Bundeskabinett im Juli 2016 daraufhin das E-Rechnungs-Gesetz verabschiedet. Ende Juni 2017 hat das Bundesministerium des Innern einen Referentenentwurf für die „Verordnung über die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Auftragswesen“ vorgelegt.

Die Verpflichtung zur Annahme und Weiterverarbeitung elektronischer Rechnungen tritt für alle öffentlichen Auftraggeber am 17.04.2020 in Kraft – für den Bund bereits deutlich früher. Die Pflicht zur Übermittlung von Rechnungen in elektronischer Form tritt auf Bundesebene zum 27.11.2020 in Kraft.

Das Seminar bereitet Verantwortliche aus der öffentlichen Verwaltung auf die Umsetzung des E-Rechnungs-Gesetzes vor, indem die konkreten Vorgaben des Gesetzes allgemein verständlich vorgestellt und die Vorteile und Nutzenaspekte bei der elektronischen Annahme und Bearbeitung von Rechnungen aufgezeigt werden.

Die Veranstaltung stellt verschiedene strategische Lösungsvarianten vor und gibt darüber hinaus zahlreiche Praxishinweise zur Auswahl des richtigen Produkts und Partners bzw. der Gestaltung der damit verbundenen Ausschreibung.

Key Learnings

  • Klarheit über die konkreten Anforderungen aus der EU Richtlinie und dem E-Rechnungs-Gesetz
  • Kenntnis über Vorteile und Nutzenaspekte der elektronischen Rechnungen und Rechnungsbearbeitung
  • Überblick über die verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten und der damit verbundenen Vor- und Nachteile
  • Sicherheit bei der Beschaffung des passenden Produkts

Agenda

10:00 Einführung und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Richtlinie über die elektronische Rechnungsstellung bei öffentlichen Aufträgen
  • E-Rechnungs-Gesetz und Verordnung über die elektronische Rechnungsstellung als nationale Umsetzung
  • Landesspezifische Regelungen (soweit vorhanden)
Fachexperte E-Rechnungs-Gesetz Dr. Stefan Werres, Referent im Bundesministerium des Innern (BMI)
11:00 Kaffeepause
11:30 Voraussetzungen und optimierte Prozessgestaltung
  • Grundlagen GoBD und UStG
  • Vorteile und Nutzen für die Verwaltung
  • Idealtypische Vorgehensweise, Zielsetzung, Analyse
  • Wichtige Grundsatzentscheidungen
  • Pro & Contra Einbindung von Dienstleistern
12:30 Gemeinsames Mittagessen
13:30 Organisatorische Konzeption
  • Zielsetzung und Analyse
  • Best-Practices für den Rechnungseingang
  • Optimierung der Rechnungsprozesse
  • Archivierungsvorgaben
14:15 Technische Konzeption
  • Umsetzungsmöglichkeiten
  • Inhouse-Produkt vs. Dienstleisterlösung
  • Integration in bestehende Software und Fachverfahren
15:00 Kaffeepause
15:30 Beschaffung
  • grundsätzliches Vorgehen bei der Vergabe
  • Darstellung der Anforderungen
  • Gestaltung der Leistungsbeschreibung
  • Bewertung und Auswahl
16:45 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
17:00 Ende des Seminartages

Seminarleitung Christian Brestrich

Dipl.-Informatiker Christian Brestrich ist Geschäftsführer bei der B&L Management Consulting GmbH. Sein Kompetenzschwerpunkt ist das gesamte Thema Rechnungen und Rechnungsprozesse – von der Einführung elektronischer Rechnungen über die Optimierung von Rechnungsprozessen bis hin zu den gesetzlichen Grundlagen und Anforderungen. Zusammen mit Oliver Berndt veröffentlichte er 2014 die zweite Auflage des Praxishandbuchs „Rechnungsprozesse optimieren“.

Fachexperte E-Rechnungs-Gesetz Dr. Stefan Werres

Dr. Stefan Werres ist Referent im Bundesministerium des Innern (BMI) in Bonn. Er studierte Rechtswissenschaften und war Forschungsreferent am FöV Speyer. Vor seiner Beschäftigung als Referent im Bundesministerium des Inneren war er Referent in der Bundesfinanzverwaltung.

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